Ausflug nach Zapata

Kubas natürliche Schätze auf der Halbinsel Zapata entdecken

Die Halbinsel Zapata im Süden von Kuba wurde nach seinem spanischen Grundbesitzer benannt, der diese 1636 von der Spanischen Krone zugesprochen bekam. Die Península de Zapata ist das am wenigsten besiedelte Gebiet Kubas mit unberührter Natur, Sumpflandschaften und zahlreichen Mangrovenwäldern. Auch die berühmte Schweinebucht befindet sich auf Zapata.
Die Einwohner verdienen ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch den Abbau und Verkauf von Torf. Da Zapata eines der größten Wildreservate der Karibik ist, leben hier unzählige Vogelarten, teilweise endemische Arten. Darunter befindet sich auch der zunzuncito, der kleinste Kolibri der Welt und viele Reptilien. Zudem kann man an den Küsten Seekühe beobachten, die bis zu vier Meter lang und 600 Kilogramm schwer werden können. 


Im Gebiet um die Laguna del Tesoro befindet sich der Nationalpark Gran Parque Natural de Montemar, der das größte zusammenhängende Feuchtgebiet Kubas darstellt. Hier kann man hervorragend Vögel beobachten, mit dem Ruderboot auf der Laguna del Tesoro fahren oder fischen.
In Boca de Guamá, östlich der Laguna del Tesoro, liegt die Krokodilfarm Criadero de Cocodrilos. Die 1962 gegründete Farm ist heute die größte in Kuba. Nach Alter, Größe und Gattung getrennt, leben hier rund 100 000 Tiere, die man von einem Aussichtspunkt aus beobachten kann.
Ebenfalls sehr sehenswert ist die Ingenio Australia. Während der Invasion in der Schweinebucht 1961 wurde diese alte Zuckerfabrik als Hauptquartier der kubanischen Armee genutzt. Heute befindet sich hier das Museum Museo de la Comandancia, welches sich mit der Geschichte der Invasion befasst.
Fährt man noch etwas weiter nach Norden, kann man die größten Zitrushaine von Kuba bewundern, die sich in Gegend Jagüeys Grande befinden.

Bucht mit Geschichte

Wenn man sich ein wenig für die Geschichte Kubas interessiert ist es fast eine Notwendigkeit, zum Playa Girón zu fahren. Im 17. Jahrhundert fand hier der Pirat Gilbert Giron Zuflucht, nach dem der Strand benannt wurde. Genau dort fand vom 17. bis 19. April 1961 die Invasion in der Schweinebucht statt. Exilkubaner versuchten damals mit Unterstützung der USA hier zu landen. Dieser Versuch scheiterte kläglich. In der Nähe befindet sich das Museo Girón in dem ein Flugzeugwrack und ein Panzer aus der Schlacht, sowie Waffen und Dokumente und ein während der Invasion gedrehter Film gezeigt werden.
Auch für Wasser- und Tauchsportler ist die Insel mit ihren weißen Karibikstränden ein Paradies.