Wanderurlaub in der Sierra Maestra

Kubas größte Gebirgskette erwandern

In den Provinzen Granma und Santiago de Cuba liegt die, mit einer Länge von 250 Kilometern, größte Gebirgskette Kubas. Seit 1980 ist das 38.000 Hektar große Gebiet Sierra Maestra Nationalpark. Nicht nur die höchste Erhebung Kubas, der Pico Turquino mit seinen 1.972 Metern ist hier zu finden, sondern auch der etwas kleinere, aber auch sehr sehenswerte Berg La Gran Piedra.
Das Gebiet ist ein Paradies für Wanderer mit schönen Pfaden an denen man zahlreiche Orchideenarten vorfindet, sowie eine Vielzahl von seltenen Tieren, wie den Rotschwanzbussard. Wer das dicht bewaldete Gebirge der Sierra Maestra erkunden möchte, starten am besten in Villa Santo Domingo, das sich etwa 35 Kilometer südlich der Straße von Bayamo nach Manzanillo befindet.


Nahe der kleinen Stadt liegt der 950 Meter hohe Aussichtspunkt Alto del Naranjo. Von dort aus kann man zu Fidel Castros Hauptquartier Comandancia de la Plata wandern, in dem sich ein kleines Museum befindet. An diesem Ort hielt Ernesto Che Guevara seine berühmte Radioansprache an das kubanische Volk.
Die weiße Basilia El Cobre bildet einen weiteren Höhepunkt in der Sierra Maestra. Die Wallfahrtskirche ist bereits von Weitem in der grünen Landschaft zu sehen. Viele Menschen kommen hier her, um die Jungfrau der Barmherzigen zu verehren. Selbst Ernest Hemingway hat seinen Nobelpreis der Nationalheiligen Virgen de la Caridad del Cobre gewidmet.
Von Alto del Narajo wird eine dreitägige Wandertour durch das Gebirge angeboten. Diese führt einmal quer durch den Nationalpark bis hin zur Küstenstadt Las Cuevas, die am karibischen Meer liegt.
Entlang des Südrands der Sierra Maestra liegt der Küstenabschnitt Riviera del Caribe. Hier bietet sich einem ein herrlicher Anblick. Zur einen Seite steigen steil die Berge der Sierra Maestra auf, zur anderen Seite liegt die schroffe Küste mit vielen Buchten und Klippen. Entlang der Küste führt eine Straße von Marea del Portillo nach Santiago de Cuba. Folgt man dieser Straße weiter nach Westen, gelangt man zu der Zuckerstadt Pilon mit ihrem für den Handel so wichtigen und schönen Hafen. Sehenswert in diesem Ort ist auch das Museo Municipal Celia Sánchez Manduley.
Es ist lohnenswert sich vorab über Unterkünfte in den einzelnen Orten zu erkundigen, da es oft nur wenige Fremdenzimmer oder Hotels vor Ort gibt.