Für Partyfreunde: Santiago de Cuba

Die heißeste Stadt Kubas

Mit seinen vielen engen Gassen, Parks und Kirchen erstreckt sich Kubas heißeste Stadt, Santiago de Cuba, über die hügelige Insel bis zu einer großen schönen Bucht, vor der die kleine Insel Cayo Granma liegt.
Die enge Mündung zur karibischen See ist gut geschützt. Auf der Klippe wacht das einst zum Schutz vor Piraten erbaute Castillo San Pedro de la Roca, besser bekannt als Castillo del Morro.
Santiago de Cuba ist heute, mit seinen knapp 450 000 Einwohnern, die zweit größte Stadt Kubas. Die Stadt wurde von Gouverneur Diego Velazquez de Cuellar am 25. Juli 1515 gegründet und wurde 1523 zur Hauptstadt Kubas und Hauptstützpunkt der spanischen Armada in der Karibik, was allerdings nur bis 1552 so bleiben sollte, als Havanna zur Hauptstadt ernannt wurde.


Durch die Revolution auf Haiti flüchteten viele Kaffee und Zuckerfarmer mit ihren Sklaven nach Santiago de Cuba. Durch ihr Know-how im Anbau und der Verarbeitung von Kaffee und Zucker brachten sie der Stadt wirtschaftlichen Aufschwung. Aber auch ihrer französische Lebensweise und ihre Musik brachten sie in die Stadt - wofür Santiago de Cuba bis heute berühmt ist. Nirgendwo wird auf Kuba so unbeschwert getanzt wie hier- vor allem nicht im berühmten Karnval in Santiago.
Am 4.Februar 1862 gründet der aus Spanien stammende “Don” Facundo Bacardi Massó die weltberühmte Destillerie Bacardi&Co. Auch der bewaffnete Kampf durch eine Gruppe um den Rechtsanwalt Fidel Castro, nahm hier am 26. Juli 1953 mit dem Sturm auf die Mondada Kaserne seinen Anfang.
Das Rathaus, von dessen Balkon Fiedel Castro am 1. Januar 1959 den Sieg der kubanischen Revolution verkündete, steht auf dem Platz Parque Céspedes, der damals wie heute der Treffpunkt der Stadt ist.
Gegenüber dem Rathaus befindet sich das prachtvolle Hotel Casa Granda, sowie die Casa de Velázquez, die ehemalige Residenz des ersten Inselgouverneurs und Stadtgründers von Santiago de Cuba.
In der Stadt gibt es viele casas particulares und gute Hotels. Wer lieber am Strand wohnt, aber trotzdem nicht ganz abgeschieden von der Stadt, findet im Baconao-Park eine Unterkunft.
Wer gerne auf Entdeckungsreise geht, findet westlich von Santiago de Cuba den Nationalpark Sierra Maestra, eine schöne Steilküste oder die in der Ebene der längsten kubanischen Flusses gelegene Stadt Bayamo, die Hauptstadt der Provinz Granma.