Kubas Landstriche erkunden

Natur pur im Nationalpark Alexander von Humboldt

Ganz im Osten von Kuba befindet sich die letzte zusammenhängende Tropenwaldfläche Kubas, die sich heute im Schutzgebiet des Nationalparks Alexander von Humboldt befindet.
Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 71 140 Hektar und erstreckt sich vom Gipfel des „El Toldo“ bis zur Küste und ist einmalig für seine Mangroven, Regenwälder und vorgelagerten Riffe. Der Rio Toa, der wasserreichste Fluss Kubas, entspringt im Park und hat hier, wie auch viele andere kleine Flüsse, tiefe Täler und schmale Canons in das Schutzgebiet geschnitten. Viele Arten von Flora und Fauna kann man weltweit nur hier entdecken. Tierarten wie der Schlitzrüssel, der Kuba-Sittich und die Kuba-Amazone zählen zu den 343 endemischen Arten, die ausschließlich in den östlichen Bergregionen vorkommen. Auch von den bisher gefundenen 1300 Pflanzenarten sind nahezu 80 Prozent lediglich in der Karibik zu finden. 

 

Dichter Regenwald und einzigartige Tierwelt

Der Alexander von Humboldt-Nationalpark hat mit seiner topografischen und klimatischen Vielseitigkeit die ideale Voraussetzung um den Fortbestand dieser einzigartigen Biodiversität zu erhalten.
Auch für Touristen ist das Gebiet zugänglich. Von Baracoa aus gelangt man in 20 Minuten zum Besucherzentrum. Auf umgebauten Lastwägen wird man in das bewirtschaftete Gebiet gebracht. In umweltschonender Mischkultur wachsen hier Kokospalmen, Kakao und Bananen. Wer etwas mehr über die Herstellung von Kakao und Schokolade erfahren möchte, besucht die Finca Duaba. Wer es hingegen lieber abenteuerlich mag, begibt sich mit einem Guide tiefer in den Tropenwald. Oftmals windet sich der Pfad steil bergauf oder ein Wasserlauf unterbricht den Weg. Wer es noch anspruchsvoller mag, kann den Gipfel des „El Yunque“ bezwingen. Der mühsame Anstieg dauert rund zweieinhalb Stunden. Hat man den Fußmarsch auf das spektakuläre Plateau gewagt, wird man später mit einem wundervollen Blick auf den Park und die Küste belohnt. Gemütlicher geht es bei einer Bootstour durch die Mangrovenwälder zu oder bei einem Ausflug zu den Wasserfällen, wo das warme Wasser zum Baden einlädt.
Vom Besucherzentrum aus gelangt man mit einem Jeep in drei Stunden zum östlichsten Punkt der Insel, das Kap Maisi. Dort kann man Schmetterlinge beobachten oder den seltenen Kolibri. Sollte man eine der bis zu vier Meter langen Schlangen entdecken, ist das mit Sicherheit ein bleibendes Erlebnis, das man nicht aus jedem Urlaub mit nach Hause nehmen kann.