Geschichte Kubas

Viva la Revolución & mehr – Von der Geschichte Kubas

Als Christopher Kolumbus die Karibikinsel am 27. Oktober 1492 entdeckte, war Kuba noch von Indianern besiedelt. Anfang des 16. Jahrhunderts kam die Insel in die spanische Gewalt und der erste Gouverneur der Insel, Diego Velazques, gründete die ersten sieben Städte der Insel: Baracoa, Bayamo, Santiago de Cuba, Trinidad, Sancti Spiritus, Santa Maria del Puerto Principe (heute Camagüey) und Havanna.
Im Zuge der spanischen Kolonialisierung wurden die Ureinwohner Kubas, die Arawak-Indianer, innerhalb weniger Jahre durch Gewalt und Krankheit nahezu ausgerottet. 


Da für den arbeitsintensiven Zuckerrohranbau Arbeiter fehlten, ließen die Zuckerbarone im 17. und 18. Jahrhundert zehntausende Sklaven vorwiegend aus Westafrika nach Kuba verschleppen. 1868 begann die kubanische Bevölkerung, sich gegen die Unterdrückung der Kolonialmacht zu wehren. Es kam zu zwei Unabhängigkeitskriegen, die der unterdrückten Bevölkerung jedoch keinen Erfolg brachten. Erst als sich die USA 1898 auf die Seite Kubas stellte (Spanisch-Amerikanischer Krieg) zogen die Spanier ab.

Obwohl Kuba formal bereits seit 1902 die Unabhängigkeit vom Mutterland USA erlangte, war diese noch bis 1934 offiziell durch das Platt Amendment eingeschränkt. Dort war festgelegt, dass die USA bei Beeinträchtigung ihrer Interessen ein jederzeitiges Interventionsrecht hatten. Noch heute besetzen die USA das Gebiet Bahía de Guantánamo gegen den Willen der Kubaner.
1924 putschte sich der Diktator Machado an die Macht. Als Widerstandsorganisation gegen ihn kam es ein Jahr später zur Gründung der kommunistischen Partei Kubas (PCC). Diese vereinigte sich 1940 mit der revolutionären Volksunion zur Sozialistischen Partei Kubas.
1933 wurde Präsident Gerardo Machado von einer Gruppe Offizieren gestürzt. Batista wurde daraufhin 1940 zum Präsidenten eines korrupten Polizeistaates.
Im Jahr 1956 begann Fidel Castro zusammen mit seinem Bruder Raul und dem argentinischen Arzt Ernesto (Che) Guevara eine Revolution gegen das herrschende Regime, welche am 01.05.1961 in der Gründung eines sozialistischen Staates unter Führung Fidel Castros enden sollte.
1961 brachen die USA den Kontakt mit Kuba ab, da die Regierung unter Castro mit der Überführung von Großgrundbesitzen in Volkseigentum begonnen hatte. Da Kuba nun ein Bündnispartner fehlte, wendete sich die Führung des Landes der UdSSR zu. Im selben Jahr kommt es zur berühmten Invasion in der Schweinebucht.
1962 muss die Insel mit der sogenannten Kubakrise fertig werden. Amerika hat in dieser Zeit Raketen in arabischen Ländern stationiert, wodurch sich die Sowjetunion bedroht fühlt. Als diese im Gegenzug beginnt, Mittelstreckenraketen auf Kuba zu stationieren, führt dies fast zum Dritten Weltkrieg. Im Zuge dessen verhängte die USA ein Wirtschaftsembargo gegen Kuba, das noch heute gültig ist.
In den letzten Jahren öffnet sich Kuba immer mehr dem Tourismus, um seiner wirtschaftlichen Schwäche entgegenzuwirken.